
Sylt wurde erstmals Mitte der Steinzeit besiedelt.
In der Bronzezeit hingegen war das Gebiet recht eng besiedelt.
Dies schließt man aus Grabfunden.
In dieser Zeit wurde durch das Senken des Meeresspiegels landwirtschaftlich nutzbare Fläche freigesetzt.
Aus der Steinzeit stammt das Erdgrab von Tinnum.
Unter den Ganggräbern stechen der Dengoogen von Wenningstedt sowie der Merelmerskhoog nahe Archsum hervor.
Das Grab, das sich im Kolkingehoog befindet, wurde bei der Sturmflut im Jahre 1825 zerstört.
In der Bronzezeit entstanden die großen Grabhügel.
Viele jener Denkmäler wurden inzwischen abgetragen oder auch durch
Bebauung in den letzten Jahrhunderten eingeebnet.
Nördlich von Kampen liegt ein noch erhaltener Langhügel.
Die Tinnumburg stammt noch aus der Eisenzeit.
Wozu sie genutzt wurde, kann nicht mehr genau gesagt werden.
Der Name Sild wurde zum 1. Mal um das Jahr 1141 in einem Schenkungsbuch des Klosters Odense erwähnt.
Später wurde Sild zu Syld und im 15. Jahrhundert schließlich zu Sylt.
Diese Schreibweise setze sich jedoch erst im 19. Jahrhundert überall durch.
Es gibt verschiedene Theorien zur Herkunft von diesem Namen.
Eine der Theorien besagt, dass der Name aus dem Angelsächsischen stammen soll,
eine weitere Therorie vermutet, das der Ursprung dieses Namens aus dem Dänischen abgeleitet ist.
Einerseits bedeutet er so viel wie Brackwasser zum anderen steht er für das Wort Hering.
Was nun tatsächlich zu diesem Namen führte, ist bis heute unbekannt.
Im 1. Weltkrieg wurde auf der Insel Sylt eine „Inselwache“ einquartiert. Allerdings wurde nie gekämpft. Die meisten militärischen Einrichtungen wurden später zivil genutzt. Nach dem Krieg gehörte die Insel vollständig zu Deutschland. Da der Verbindungshafen nun in Dänemark lag, entstand bald der Hindenburgdamm. 1930 wurde die Insel zur Insel der Schönen und Reichen. Größen des Nationalsozialismus waren hier zu treffen. So zum Beispiel Hermann Göring. Die Organisation „Kraft-durch-Freude“ nutzte die Insel. Im 2. Weltkrieg wurde die Insel zum Sperrgebiet. Dies was das AUS für den Fremdenverkehr. Nach dem Krieg nahm die Insel viele Heimtavertriebene auf, darunter waren auch Helgoländer. In den Jahren 950 bis 1960 erholte sich der Fremdenverkehr auf der Insel wieder.